Jack Wolfskin III

Sie ist weg. Dabei habe ich sie gestern, als ich nach Hause kam, in meinen Schrank gehängt, ordentlich neben meinen alten Trenchcoat Mantel mit dem neuen Burberry Futter, das mir eine Schneiderin eingenäht hätte. Karo sieht mich ruhig an: „Du hast sie wahrscheinlich irgendwo liegen lassen.“„Ich hab sie auf einen Bügel gehängt, genau hier.“

Ich deute auf die bügellose Stelle zwischen Trenchcoat und Lederjacke. „Hier war einmal ein Bügel. Karfiol kann das bezeugen. Er fragte mich, wieso ich beige trage.“ „Du hast sie sicher verlegt.“„Nein“, meine Stimme wird etwas lauter, „sie hat genau hier gehangen.“

Karo wirft mir einen müden Blick zu. „Hattest du nicht gesagt, sie sei dir zu klein.“ „Seit wann kümmerst du dich darum, ob mir meine Kleidung passt. Es würde dir nicht einmal auffallen, wenn ich nackt rum liefe.“ „Bloß nicht“, er sieht mich erschrocken an. „Eine Jacke verschwindet nicht spurlos“, beharre ich, „nicht einmal wenn sie von Jack Wolfskin ist.“ 


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